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Zu Hause

Home sweet home. Das war’s. Es bleiben tolle Erinnerungen an wunderbare Ferien, einen Berg dreckiger Wäsche, stapelweise ungelesener Post, einen zu mähenden Rasen, einen aufzufüllenden Kühlschrank, einen abzuholenden Hund und manch weitere offenen Arbeiten. Es war schön und die Realität hat uns wieder. Wir freuen uns auf die nächsten Ferien. 02:00h: Licht aus!

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Im Zug

Die zweitletzte Etappe: Im Zug nach Bern. Verspätung wegen einer Fahrleitungsstörung vor Olten. Für die letzte Etappe steigen wir um aufs Taxi. Noch sind wir im Zeitplan…

Flughafen Zürich

Ruhiger Flug, trotz angekündigter Turbulenzen. Cheeseburger zum Überbrücken der Wartezeit. In drei Stunden sollten wir es geschafft haben.

Flughafen Sharm El Sheik

Vier Pizzastücke Margherita, vier 0.5 Liter Flaschen Evian, vier Büchsen Pepsi und vier Mars: 58 Euro (im Self Service). Wobei ein Mars = 4€…

Abreise

Letzte Rutschpartien abgeschlossen, Zimmer geräumt und mit dem Golfcar zur Lobby gefahren. Check out erledigt. Nun heißt es warten auf den Bus zum Flughafen – in der klimatisierten Eingangshalle. Außentemperatur 36°C…

Tag 14

Zum letzten Mal sitze ich auf dem Balkon des Bungalowzimmers und nehme die Parade der Hotelangestellten ab. Nach dem morgendlichen Briefing machen sich die Zimmer-Männer und Servier-Söhne (-Töchter gibt es keine) auf den Weg zu ihrem Einsatzort.
Ein grauhaariger Herr hat bereits seine Liege bezogen und lässt sich nach dem Frühschwimmen von den bereits heissen Sonnenstrahlen trocknen. Die bekannten Reservierungsrituale sind angelaufen. Die blonde Engländerin sieht sich ihres Stammplatzes beraubt und entscheidet sich spontan für die Pole am Pool, direkt an der Wasserkante.
Die besten Plätze sind bereits vergeben. Was soll’s. Spätestens um 14:00h heisst es für uns Koffer packen. Für die letzten paar Stunden sind wir nicht mehr wählerisch.
Ein langer Tag steht uns bevor. Wenn die Reise planmäßig verläuft, liegen wir morgen gegen 02:00h zu Hause in unseren Betten…

Tag 13 Forts.

Letzter Tag am Strand. Morgen um 15:30h machen wir uns auf den Weg zum Flughafen. Die Zeit bis zum Abschied werden wir uns am Pool um die Ohren schlagen.

Über einige Erlebnisse habe ich an dieser Stelle bereits mehr oder weniger ausführlich berichtet. Hier der Versuch, all dies noch stichwortartig aufzulisten, was uns sonst noch aufgefallen ist – ohne Anspruch auf Vollständigkeit…

Wie zum Beispiel:

  • die breiten Strassen mit ihren noch breiteren Mittelstreifen: Dieses Land verfügt noch über Platzreserven…
  • der Fahrstil: Man überholt wo es Platz hat: Links, rechts oder mitten durch…
  • die Polizeikontrollen: Alle paar Kilometer bremsen Polizeiposten den Strassenverkehr. Sobald man den Ferienort verlassen will, ist das Mitführen des Reisepasses Pflicht…
  • die Macht der Trillerpfeife der Bademeister: Während der Schweizer schuldbewusst umgehend korrektive Massnahmen einleitet, ignorieren Landsleute selbstbewussterer Nationen die ordnerischen Signale konsequent…
  • die Zeitlosigkeit: Auf dem ganzen Hotelgelände habe ich keine einzige „öffentliche“ Uhr entdeckt…
  • die Zimmerfrauen: Sie sind Männer: Ägyptische Frauen gibt’s auf der Hotelanlage keine. Die meisten Angestellten kommen auch nicht vom Sinai, sondern aus den Agglomerationen Kairo und Luxor. Übrigens werden die Etagen im Stundenrhythmus geflutet. Sisyphos lässt grüßen…
  • die Verpflegung: Verdursten und verhungern kann man hier schlicht nicht…
  • die Händlermentalität: Warum habe ich das Gefühl ein schlechtes Geschäft gemacht zu haben, obwohl ich den Preis auf einen Viertel des Erstangebots runter gehandelt habe?…
  • die Freundlichkeit des Personals: Die meisten Angestellten sind sehr zuvorkommend: „Alles gut?“…
  • der feine Sand: Praktisch keine Steine, nur seidenfeiner Sand…
  • der Modetrend: Mann trägt Bauch – ich auch… (der muss wieder weg!)…
  • das an Arroganz grenzende Selbstbewusstsein gewisser Zeitgenossen: Geht man zum Mittagessen, reichen die hoteleigenen Badetücher zur Reservation des Claims (Sonnenschirm, Liegestühle) nicht aus. Mindestens etwas Individuelles sollte deinen Stallgeruch auch in deiner Abwesenheit verbreiten. Sonst kann es sein, dass dein Tagesterritorium von einer fremden Macht während deiner Abwesenheit annektiert wird (Deutschland schlägt Russland – soeben beobachtet)…
  • die Ameisen: Doppelt so gross wie unsere zu Hause…
  • die fehlende Antiraucher-Lobby: Der Kellner des orientalischen Cafés wäre in der Schweiz entweder arbeitslos oder der Attraktion seiner gemütlichen Lokalität beraubt. Denn jeden Abend raucht der Gute alle paar Minuten eine Shisa an – mit tiefen Lungenzügen wohlverstanden. Apfel schmeckte uns am besten…
  • die schlaftauglichen Mücken: Man hört sie nicht, man sieht sie nicht – aber stechen tun sie trotzdem…
  • Oben ohne: Eigentlich nicht erwünscht. Und die wenigen, die es trotzdem tun, sollten es eigentlich auch unterlassen. Wahrlich nichts was Ästhetiker zu begeistern vermag…
  • das Bier: Würzig und süffig…
  • der Whisky: Desinfizierend…
  • der Tischwein: Aus Kunststoffschläuchen – zu warm, aber sonst ein ordentlicher Tropfen aus Italien…
  • die Autos: Zu 95% stinkende, verrostete, verbeulte Dreckschleudern – soviel zum Klimaschutz. Dafür ist das Rote Meer heilig – immerhin…